Presse

 




2020-01-21, WZ- Konzert in Krefeld (Mönchengladbach)

Lebensfreude mit Gospel und Orchesterklang

Von Christian Oscar Gazsi Laki

Krefeld – „Gospel goes classic“ mit den Niederrheinischen Sinfonikern und vier Chören aus der Region begeisterte generationenübergreifend das Krefelder Publikum.

„Schön, dass Du da bist“ – dieser Satz kann wunderbar als Motto für das Gospel-goes-classic-Konzert in Krefeld gelten. Denn nicht nur, dass Sänger, Chorleiter und Moderator des Abends, Gabriel Vealle, das Publikum auf seine unnachahmlich sympathische Art bat, sich diese Worte gegenseitig zuzurufen, der Abend geriet auch sonst zu einem Fest gemeinsamer Freude, guter Laune, fast wie eine Party. Allerdings eine Party zu Ehren Gottes, denn Gospel, somit der eigentliche Inhalt dieses Chorkonzerts, ist immer auch ein in Musik und Klang gefügtes Hinaufrufen zu Gott.Mag man mit innigen, explizit christlichen Texten verpackt in vor peppiger Energie sprühenden Gesang weniger anfangen wollen – und das kann durchaus legitim sein –, war dieser Abend eher weniger für einen geeignet; wenngleich gute Laune und Spaß auch ohne den spirituellen Überbau sehr ansteckend waren. Ist man ein auf stilistische Reinheit bedachter Zuhörer, hätte man an der an diesem Abend gebotenen Mixtur, in der speziellen Form, wie sie gefügt war, auch vielleicht einiges auszusetzen. Aber auch hier gilt. wieso sollte man Spaßverderber sein, wenn so viele Menschen im Seidenweberhaus einfach nur positive Stunden miteinander verbringen wollten?

Info

Mitwirkende

Solisten Gabriel Vealle (zeitgleich Moderator und Chorleiter) und Sängerin Njeri Weth.

Chöre Family of Peace Gospel Singers aus Mönchengladbach, Leitung: Gabriel Vealle. Family of Hope aus Krefeld, ebenfalls unter seiner Leitung. Chor der Liebfrauenschule Mülhausen und Gospelchor Voices aus Wachtendonk, jeweils unter der Obhut von Jakob Stauber.

Musiker Niederrheinische Sinfoniker, ergänzt durch eine Band bestehend aus: Gerhard Witte, E-Gitarre, Ralf Metz, E-Bass, am Keyboard Jakob Stauber und Dominik Lang, Schlagzeug.

Gesamtleitung Generalmusikdirektor Mihkel Kütson leitete das Konzert, das als erstes Chorkonzert der Saison der Niederrheinischen Sinfoniker firmierte.

Der kraftvolle Gospel-Klang
stand im Mittelpunkt

Nun, das Besondere an diesem „Gospel goes classic“ war aber nicht nur der Gospel, wenngleich er den eigentlichen und wirklichen Schwerpunkt des Abends bildete. Das Besondere war, dass neben den beiden Solisten, Njeri Weth und Gabriel Vealle, und insgesamt vier bestens gelaunten Chören auch Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker nebst einer Band unter der Leitung des Generalmusikdirektors Mihkel Kütson zum Gesamtklang, der Stimmung beitrugen. Das Seidenweberhaus versprühte eine wirklich warm-positive Atmosphäre, effektvoll ausgeleuchtet bevölkerten die Bühne Musiker und begeisterte Musikliebhaber, wie viele der Sänger der Chöre, gemeinsam. Dieses Gemeinsame sollte während des gesamten Abends bis in das Publikum herüberstrahlen, das immer wieder aufgefordert wurde mitzutun, aufzustehen, die Musik mit dem ganzen Körper zu erleben, und natürlich, wo es gut passte, auch mitzusingen.

Ein ganz großer Spaß also – der natürlich nicht mit Maßstäben der sonst üblichen Konzerte der Niederrheinischen Sinfoniker gemessen werden darf. Das ist weder arrogant, noch sonst auf irgendeine Weise pejorativ zu verstehen, es ist Fakt. Das hängt schon damit zusammen, dass das gesamte Konzert mittels umfassender Beschallungstechnik verstärkt wurde, sowohl Chor, als auch Sänger und Orchester waren mit Mikros versehen, die schließlich zu einem recht voluminösem, süffig abgemischten Klang führten. Details im Orchesterspiel, das sich eher als eine schöne Untermalung, als Ambience unter den Gesang und den Band-Sound legte, konnten so natürlich nicht im Fokus stehen; sollten sie wohl auch nicht. Denn man hatte sich offenbar dazu entschieden, den Schwerpunkt auf eine möglichst mitreißende poppige Ausrichtung zu legen. Was auch funktionierte.

Es gab sogar ein Gedenken an das Feuer im Krefelder Zoo

Natürlich standen mit den beiden mit sehr viel Herzblut singenden Solisten, die nicht minder motivierten Chorsänger im Fokus: Neben dem Krefelder Gospelchor Family of Hope und dessen Mönchengladbacher Pendant Family of Peace Gospel Singers, beide unter der Leitung von Vealle, auch der Chor der Liebfrauenschule Mülhausen und der Gospelchor Voices aus Wachtendonk, jeweils unter der Leitung von Jakob Stauber. Jener war übrigens zeitgleich Teil der Band, als Keyboarder. Die Chöre wurden, wenn sie zum Einsatz kamen, von Vealle – der quasi als Zweitdirigent fungierte – mitgeleitet. Kütson selbst stand am Pult und befeuerte gutgelaunt die Klangfreude aller.

Ob nun mit „What a beautiful name“, womit man sanft solistisch eröffnete oder mit Stücken wie „Alpha and Omega“, „Amen“, „It all belongs to you“ einem temporeichen Medley, Liedern wie „Use me“ oder „My life is in your hands“ bis hin zu einer Version von Händels Halleluja oder Njeri Weths Eigenkomposition „Angels“ – für viele Besucher gingen die Songs unter die Haut und gegebenenfalls auch in die Beine. Und das augenscheinlich generationenübergreifend. Alleine diese verbindende Kraft machte den Abend schon zu einem für das, was es sein wollte, erfolgreichen Ereignis.

Besondere Momente gab es einige. Wie beispielsweise ein Solo eines jungen Sängers oder auch eine Erinnerung an den Brand im Krefelder Zoo. Wie Gabriel Vealle emphatisch betonte, widmete man das Stück „How great is our god“ – das vor der Pause erklang – dem Andenken an dieses „so schlimme Ereignis, das wir niemals vergessen dürfen“, sagte Vealle.

Gospel kann auch Trost spenden – was will man mehr.


 
2020-01-21, RP – Konzert in Krefeld (Mönchengladbach)

Halleluja – und Kütson tanzt Salsa im Gospelkonzert

Von Gert Holtmeyer

Wer die Sänger hätte zählen wollen, wäre womöglich bis zum Schluss nicht damit fertig geworden – so viele Mitwirkende kamen beim ersten Chorkonzert auf die Bühne. Voll war es auch im Auditorium; das Seidenweberhaus war so gut wie ausverkauft. Und es war vieles anders als sonst bei städtischen Chor-konzerten.

Diesmal standen nicht klassische Kantaten oder barocke Oratorien auf dem Programm, sieht man einmal von Händels berühmtem Halleluja ab. Aber auch das klang anders als gewohnt, mit überraschenden Intervallen und mit schmissigen Rhythmen. „Gospel Goes Glassic“, hieß das Motto. Und in seiner veränderten Fassung passte Händel bestens zu Gospel-Titeln wie „Alpha and Omega,“, „Psalm 34 – Taste and see“ oder „My life is in Your hands“.

„Party-Time“ versprach zu Beginn ein Mann, von dem man sich nicht vorstellen konnte, dass Begriffe wie Müdigkeit oder Ruhebedürfnis in seinem Wortschatz überhaupt vorkommen – und dass er in seinem Leben jemals etwas anderes gewesen sei als Musiker und Entertainer. Das stimmt zwar nicht, denn Gabriel Vealle ist von Beruf studierter Informatiker. Aber er muss – woher auch immer – Musik, Bewegung und Charisma in den Genen stecken haben. Von Anfang an war er der Motor des Geschehens – als Solosänger, Chorleiter, Motivator und Conferencier. Es ließ schon staunen, wie er Chor und Publikum zu begeistern versteht.

Der große Chor setzte sich aus vier einzelnen Chören zusammen. Zwei leitet Vealle, den Krefelder „family of hope“ und den Mönchengladbacher „Family of Peace Gospel Singers“. Den Wachtendonker Gospelchor „Voices“ und den Chor der Liebfrauenschule Mühlhausen leitet Jakob Stauber, der im Konzert als Keyboarder einer vierköpfigen Combo mit von der Partie war. Mit gewohnter Souveränität agierten die Niederrheinischen Sinfoniker, wobei sich vor allem Trompeter und Posaunisten auch als Jazzer bewährten. Dass Generalmusikdirektor Kütson dirigieren kann, wusste man schon vorher. Nicht unbedingt aber, dass er auch Salsa tanzen kann – was er eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Njeri Weth begeisterte nicht nur als Solosängerin sondern auch als Komponistin. Viel Beifall erhielt sie für das von ihr komponierte und vorgetragene Lied „Angels“. Die Begeisterung auf der Bühne sprang aufs Publikum über.

Mit weniger als drei Zugaben war das Publikum denn auch nicht zufrieden und hörte unter anderem noch einmal Händels verändertes Halleluja.


2019-10-07, RP – Konzert der Voices

Ergreifender Gospelgesang in Wachtendonk

 Zum 20-jährigen Bestehen hatte der Gospelchor „Voices“ zum Benefizkonzert zugunsten des Kinderhauses Arbol de la Esperanza Ecuador in die Pfarrkirche St. Michael in Wachtendonk eingeladen. Pfarrer Manfred Stücker ging in seiner Begrüßung auf die musikalische Verbindung aller Menschen ein, „auf dass sie fruchtbar werden möge für Frieden und Versöhnung in der Welt“.

Chorleiter Jakob Stauber, der auch am Keyboard begleitete, betonte, dass die Heizung nicht so hoch gedreht wurde, damit sich die Zuschauer in der vollen Kirche warm klatschen und bewegen mögen. Diese Rechnung ging auf, so dass der Gospelchor beim dynamischen „I live because of Christ“ rhythmisch von den Zuschauern in Empfang genommen wurde.

 In schwarzen Talaren und funkelnden Halsschärpen vermittelten die über 30 Sänger mit ganzem Körpereinsatz und Ausstrahlung, dass ihnen die Freude am Singen und Gestalten wichtig ist. Von den fast 20 Stücken wurden über die Hälfte zum Mitsingen angeboten. Eigens dafür lagen Blätter mit den Refrains auf den Plätzen. Mit Elena Brimmers, Katja Möller, Michael Hummen, Christoph Böhm, Sarah Böhm, Sprecherin Astrid Keuck und Geschäftsführerin Antje Funken gab es Soloparts aus den eigenen Reihen. Die Lebendigkeit der afrikanisch beeinflussten Rhythmen und Gesänge stellte als Gastsolistin auch die Krefelderin Linda Louis dar. Sie zeigte sich ergriffen vom biblischen Text zu „The word“, so dass sie ihn kurzerhand für das Publikum übersetzte: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für meinen Weg.“

Auf die besondere Akustik der Kirche wies Stauber für „Angels by your“ flüsternd hin, damit es in der bis vollen Kirche wirklich leise wurde. Während Elena Brimmers als Ruferin fungierte, gab Katja Möller zauberhaft das Echo von der Empore. Die beiden Stimmen verschmolzen klangvoll und wurden vom Saxophonisten Andy Laux aus Düsseldorf begleitet. Für weitere Elemente sorgten in der Band Frank Gerlach (Trompete), Ralf Metz (E-Bass) und Hans-Georg Leven (Drums). Eingängige Melodien mit Ohrwurmcharakter begeisterten durch gefällige Harmonieführungen von Chor und Band. Mit einer Präsentation zeigten drei Chormitglieder nicht nur, wie alles angefangen hat und wo sie überall aufgetreten sind, sondern auch die Freude bei Chorausflügen, Chorwochenenden und vor allen Dingen das Gemeinschaftsgefühl beim Singen. Der aus Mönchengladbach stammende Gabby Vealle animierte das Publikum im ersten Teil zum Mitklatschen und Aufstehen, so dass er für seine kraftvollen Einsätze im zweiten Teil eine erwartungsvolle Stimmung vorfand. Gefühlvolle Balladen hatten Tiefgang und führten zum Gänsehauterlebnis. Am Ende vereinigten sich Chor und Publikum im „Oh happy day“. In die Herbstnacht wurden sie mit „Ain’t no mountain“ entlassen


2018-05-08, WZ

Ein Gospelkonzert vom Feinsten

 – Der Projektchor der Liebfrauenschule Mülhausen und der Chor „Voices“ aus Wankum sangen in der Kirche Christ-König in Kempen für einen guten Zweck.

Zunächst begannen die Schüler mit ihrem Programm. Sie mischten Gospel mit Pop, aber sogar auch Klassik. Letzteres war besonders spannend. Denn hier wurde die fünfte Symphonie von Ludwig von Beethoven einmal in einer modernen Gospelversion gesungen. Das war eine große stimmliche Leistung des Chores. Und es war sehr mutig, dass sich die jungen Leute an so ein schwieriges Werk ohne jegliche Berührungsängste wagten.

Aber es erklangen auch die klassischen Gospels, vorgetragen mit viel schwungvoller Bewegung und ansteckend in ihrer guten Laune. Da die Musikgruppe „Abba“ nun nach langer Zeit wieder auftritt, hatte der Chor auch noch den bekannten Hit „Money, Money, Money“ ins Programm aufgenommen. Und da hörte man doch den einen oder anderen Besucher begeistert mitsingen.

Weiter ging es mit den „Voices“, ein großer Chor mit sehr viel Stimmgewalt. Auch er wird von Jakob Stauber geleitet. Hinzu kamen noch die Musiker Ralf Metz (Bass), Hans-Georg Lamers (Schlagzeug) sowie Armin Laut (Saxofon). Die Gruppe hatte sich mehr oder weniger spontan in dieser Formation zusammengefunden, was aber ihrer Musik überhaupt nicht anzumerken war. Lediglich eine Probe genügte, damit sie zusammenpassten, erklärte Stauber.

Der Chor hatte sich für ein klassisches Gospelprogramm entschieden. Aber dank sehr guter Solisten und Arrangements der einzelnen Lieder erklangen manche Dinge vollkommen neu. Sehr beeindruckend wirkte zum Beispiel „This is my Promiss“ oder auch „Jesus, you called my Name“, bei dem das Publikum ausdrücklich zum Mitsingen aufgefordert wurde.

Insgesamt war dieses Konzert rundherum stimmig. Selbst nach rund zwei Stunden trennten sich Sänger und Publikum ungern voneinander und viele blieben bei dem schönen Wetter noch lange vor der Kirche stehen. Der Verein „Árbol de la Esperanza“ kann sich über eine stattliche Spende von 1500 Euro für seine Arbeit freuen. Der von Angela Aretz angekündigte Sommerausflug für die Kinder in den Ferien ist damit wohl gesichert.


2018-05-08, WZ

ORGELKONZERT BRINGT 1.500 EURO FÜR ECUADOR

Das gemeinsame Konzert des Gospelchores Voices mit dem Projektchor der Liebfrauenschule Mülhausen war ein voller Erfolg. „Das Haus war voll“, berichten die Veranstalter nach dem Konzert am Sonntagabend in der Christ-König-Kirche. Mehr als zwei Stunden wurde gesungen, geklatscht gatnzt und musiziert. Und die Besucher des Benefiz-Konzertes waren spendenfreudig. Etwa 1.500 Euro landeten im Spendenhut. Das Geld kommt dem Kempener Projekt „Arbol de la Esperanza“ zu Gute. Der Verein unterhält unter anderem ein Kinderhaus in Quito (Ecuador).


2017-12-14

KREIS VIERSEN

Voices-Konzert sorgt für proppevolle Kirche

Der Andrang beim Auftritt des Wankumer Gospelchors war riesig. Zuhörer mussten im Foyer Platz nehmen. Außerdem steigt auch beim Kendel-Flüsterer allmählich das St. Martins-Fieber.

Der Chor Voices gab in der Gustav-Adolf-Kirche zwei Stunden lang alles. Der Chor Voices gab in der Gustav-Adolf-Kirche zwei Stunden lang alles.

„Also, so ’was hab’ ich noch nicht gesehen.“ Wenn Friedhelm Reimann, der seit Jahrzehnten in der Region für die WZ fotografiert, so einen Satz sagt, muss etwas außerordentliches passiert sein. Reimann war am Sonntagabend in der Gustav-Adolf-Kirche, um den Auftritt des Gospelchors Voices zu fotografieren. Um diesen Auftrag zu erfüllen, musste er sich zunächst einen Weg durch den Vorraum der Kirche bahnen. Das Konzert war so gut besucht, dass im Foyer rund 50 Gäste Platz nehmen mussten. Zusätzlich hielten sich nach Angaben der Chormitglieder rund 250 Besucher in der Kirche selbst auf. Einige Gäste mussten sogar unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Die Sängerinnen und Sänger aus Wankum waren ob des Ansturms vollends begeistert.

Kendel-Geflüster

Diese Begeisterung zeigten sie dann auch während des zweistündigen Konzerts. Der temperamentvolle Chor unter der Leitung von Jakob Stauberbot mitreißenden Gospel und gefühlvolle Balladen mit zahlreichen Auszügen aus der Vielfalt der afroamerikanischen christlichen Musik. Der Eintritt zum Konzert war zwar frei. Bei der Spendensammlung zugunsten der KempenerEcuador-Hilfe dürfte trotzdem einiges zusammengekommen sein. Eine genaue Spendensumme hat der Chor noch nicht. Ach ja, weil das Konzert so gut besucht war, arbeitet der Chor derzeit daran, dass es im Frühjahr eine Wiederholung gibt.


2015-09-21, WZ

„Voices“ gegen Hunger und Armut
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2014-02-11, Rheinische Post

Chor „Voices“geht mit neuem Vorsitz ins 15. Jahr
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2012-09-24  WZ

Ein „Halleluja“ zur Mittagsstunde, Gospelday 2012
2012-09-24-WZ-Gospelday